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Spanisch ist die Muttersprache von rund 450 Millionen Menschen vor allem auf der Iberischen Halbinsel, in Lateinamerika und in den karibischen Staaten und ist damit eine der weltweit am weitesten verbreiteten Sprachen. Nach Chinesisch, Hindi und Englisch, ist Spanisch die am vierthäufigsten gesprochene Sprache der Welt. Als offizielle Amtssprache dient Spanisch in der Europäischen Union, in der Organisation Amerikanischer Staaten sowie bei den Vereinten Nationen.
Spanisch gehört zur indogermanische Sprache die mit dem Katalanischen, dem Portugiesischen und dem Galicischen die Gruppe der iberoromanischen Sprachen bildet. Der Dialekt Kastilisch (Castellano) ist die historische Grundlage des modernen Spanisch, daher wird das Spanische häufig auch Kastilisch genannt.
Einen wesentlichen Einfluss auf das Spanische haben die arabischen Mauren, die im 8. Jahrhundert zur Eroberung grosser Teile Spaniens ansetzen. Als im Jahr 1492 die Rückeroberung mit dem Fall von Granada beendet ist, sind zahlreiche arabische Elemente in die spanische Sprache eingeflossen. Es handelt sich dabei nicht nur um Kulturbegriffe, sondern auch um Bezeichnungen für Begriffe des alltäglichen Lebens.
Auch die im 16. Jahrhundert beginnende spanische Eroberung Lateinamerikas hat das Spanische wesentlich beeinflusst. Neben indianischen Wörter wurde besonders in den spanischsprachigen Ländern Amerikas auch die Aussprache modifiziert, was wiederum teilweise zurück auf das spanische Mutterland wirkte. In neuerer Zeit sind es hingegen Begriffe aus dem Englischen, die durch die amerikanisch geprägte westliche Kultur Einzug in die spanische Sprache halten.
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